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"Das Literarische Quartett" im ZDF

"Das Literarische Quartett" im ZDF /

Mit den Gästen Lisa Eckhart, Ulrich Matthes und Andrea Petković

Thea Dorn lädt am Freitag, 4. Dezember 2020, 23.30 Uhr, im ZDF zum "Literarischen Quartett" ein. In der ZDFmediathek ist die Sendung schon ab 16.00 Uhr verfügbar. Gäste sind die Kabarettistin und Autorin Lisa Eckhart, der Schauspieler Ulrich Matthes sowie die Weltklasse-Tennisspielerin und Autorin Andrea Petković. Gemeinsam mit Thea Dorn diskutieren sie über Neuerscheinungen von Don DeLillo, Michel Houellebecq, Minka Pradelski und Elif Shafak. Zusätzlich werden alle ein persönliches Weihnachtsbuch empfehlen.

Don DeLillo "Die Stille"
Was geschieht, wenn plötzlich die Monitore schwarz werden, das Smartphone nichts und niemanden mehr verbindet und unsere digitale Welt zusammenbricht? In seinem neuen Roman zieht Don DeLillo der Welt den Stecker und erkundet damit präzise, wie der erzwungene Lockdown alle Gewissheiten einstürzen lässt und die Stille allmählich unerträglich wird.

Michel Houellebecq "Ein bisschen schlechter – Neue Interventionen"
Der französische Meister der Provokation hat Essays zu Trump, Corona und vielem mehr geschrieben. "Obwohl ich kein 'engagierter Künstler' sein möchte, habe ich in diesen Texten versucht, meine Leser von der Gültigkeit meiner Standpunkte zu überzeugen. Dabei geht es selten um Politik, ab und an um Literatur, meist um 'gesellschaftlich Relevantes'", sagt Michel Houellebecq.

Minka Pradelski "Es wird wieder Tag"
"Die Schergen waren alle noch da und lebten unbehelligt und geschützt in ihren Familien", sagt Minka Pradelski über die Jahre 1946/47 in Deutschland, dem zeitlichen Rahmen ihres Romans. Leon Bromberger baut sich mit seiner kleinen Familie in Frankfurt am Main, ein neues Leben auf. Sie waren aus Polen geflüchtet, wo sie den Hass auf jüdische Mitbürger nicht mehr ertragen konnten. Plötzlich aber brechen die Traumata der Vergangenheit mit aller Macht wieder auf: Zufällig begegnen sie ihrer Peinigerin aus dem polnischen Zwangsarbeitslager. Minka Pradelski macht das Schicksal von Menschen, deren Todeserfahrung noch ganz nah ist, greifbar und skizziert ihr Ringen ums Überleben und ihre Zukunft.

Elif Shafak "Schau mich an"
"Die Welt ist ein Schauspiel. Es geht ums Sehen und Gesehen werden", lautet einer der Schlüsselsätze im Roman der türkischen Schriftstellerin Elif Shafak. Ihre beiden Hauptcharaktere haben es nicht leicht in einer Welt, die so sehr auf das Äußere fixiert ist. Er ist außerordentlich kleinwüchsig und zieht deshalb alle Blicke auf sich und sie ist so dick, dass sie überall unbarmherzig angestarrt wird. Was macht der Blick der Anderen auf uns? Was macht unser Blick auf die Welt mit uns selbst?
"Das Literarische Quartett" wird im Rang-Foyer des Berliner Ensembles aufgezeichnet, zurzeit ohne Publikum. Das nächste "Quartett" wird am Freitag, 26. Februar 2021 gesendet.

Bücherliste:
Don DeLillo: Die Stille, Kiepenheuer & Witsch
Michel Houellebecq: Ein bisschen schlechter – Neue Interventionen, DuMont
Minka Pradelski: Es wird wieder Tag, Frankfurter Verlagsanstalt
Elif Shafak: Schau mich an, Kein & Aber

Podcast ab Montag, 7. Dezember 2020, 12.00 Uhr unter
https://kurz.zdf.de/f2ZR/